6 Gründe, warum ein regelmässiges Training dein Leben rundum verbessert

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1. Wir leben länger:

Eine Langzeitstudie¹ aus Dänemark ergab, dass Menschen, die regelmässig zwischen 60 und 150 min pro Woche entspannt joggen gehen, ihr Leben so um ca. sechs Jahre verlängern können. Ein entspanntes Ausdauertraining an der frischen Luft stärkt nicht nur unsere Ausdauer und unsere Muskeln, sondern vor allem auch unser Immunsystem - und kostet nichts, ausser ein bisschen Motivation. Und die sollte man für ein langes Leben doch aufbringen können, oder?

2. Wir werden schlauer:

Intervalltraining, am besten bestehend aus Ausdauer- und Kraftübungen im Wechsel, steigert die Durchblutung und somit die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Die geistige Leistungsfähigkeit wird erhöht. Auch hier werden jedoch immerhin ca. 150 min intensives Training pro Woche gefordert. Aber auch mit weniger Training sind bereits verbesserte Gehirnleistungen zu verzeichnen. Und diese hat doch jeder gern, ob in der Schule, im Studium, bei der Arbeit oder im höheren Lebensalter.

3. Wir beugen lebensbedrohlichen Erkrankungen vor:

Regelmässige Bewegung senkt die Fettwerte und verbessert das Cholesterinprofil. Die Gefässwände bleiben elastischer, die Herzarbeit wird ökonomischer. So werden gefährlichen Volkskrankheiten wie Arteriosklerose und der Koronaren Herzkrankheit mit den Folgen Herzinfarkt und Schlaganfall vorgebeugt. Ausserdem erhöht sich die Insulinsensitivität, wodurch das Diabetesrisiko sinkt. Sport ist also besonders wichtig für unseren wichtigsten Muskel – den Herzmuskel.

4. Wir bewältigen unseren Alltag mühelos:

Eben war man noch jung und konnte Bäume ausreissen – und schon ein paar Jahre später schmerzen Rücken und Nacken, ist das Gleichgewicht nicht mehr das beste und die Arme waren auch schon mal stärker. Wer rastet, der rostet... Dieses Sprichwort ist für unseren Körper fast wörtlich zu übernehmen. Wir müssen uns bewegen, damit der Körper leistungsfähig bleibt. Das ist enorm wichtig, damit wir möglichst lange den Alltag unabhängig bewältigen können und so auch bis ins hohe Alter tun und lassen können, was wir möchten. Und da der Körper ohne ausreichende Bewegung bereits ab dem 30. Lebensjahr abbaut, wenn man nichts tut, kann man wirklich nicht früh genug anfangen.

5. Wir sind glücklicher:

Wer sich einmal überwunden hat, trotz fehlender Motivation Sport zu machen, weiss genau, wie zufrieden, stolz und ausgeglichen man sich nach der Trainingseinheit fühlt. Lange Zeit wurden Endorphine hierfür verantwortlich gemacht. Dies gilt inzwischen als widerlegt, da Endorphine nur im Blut, nicht aber im Gehirn nachgewiesen werden können. Andere Substanzen wie Endocannabinoide (ja, der Körper kann tatsächlich selbst eine Art Cannabinoide herstellen), Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin werden bei körperlicher Aktivität vermehrt ausgeschüttet. Hierdurch wird das Wohlbefinden gesteigert, man fühlt weniger Schmerzen, ist weniger ängstlich und sorgenvoll. Die Botenstoffe können uns sogar in einen natürlichen „Rauschzustand“ versetzen, unter den Läufern landläufig als „Runner’s High“ bekannt. Und schliesslich beeinflussen gleichförmige rhythmische Bewegungen auch direkt die Psyche positiv. Dieses Phänomen kennen viele vom Tanzen. Sport ist also eine natürliche Droge, ohne die gefährlichen Nebenwirkungen ;)

6. Wir sind erfolgreicher:

Viele Charaktereigenschaften, die beim Training geschult werden, sind auch im Berufs- und Familienleben von grosser Bedeutung. Disziplin, Selbstbeherrschung und ein gutes Körpergefühl helfen uns im Alltag vor allem bei Unvorhergesehenem die Ruhe zu bewahren. Wer Sport macht, tritt selbstbewusster und energiegeladener auf, ist offener für Neues und kann sich auch für anstrengende und langwierige Aufgaben besser motivieren. Und besonders wichtig: beim Training lernen wir unsere wahren Grenzen und damit auch uns sehr viel besser kennen. Somit können wir Chancen und Risiken richtig einschätzen und alle Möglichkeiten optimal ausnutzen.

 

1 Aguib & Al Suwaidi (2015)
Autorin: Anne Langner