Die 5 definitiv grössten Ernährungsmythen im Check!

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Mythos Nr. 1

«5 Mahlzeiten sind besser als 3.»

Das hängt vom jeweiligen Ernährungstyp ab. Wie viele Mahlzeiten einem Menschen gut tun, leitet sich von seinem Lebensstil und seinem Essverhalten ab. Für Menschen, deren Blutzuckerspiegel zwischendurch mal absinkt, kann je eine Zwischenmahlzeit am Morgen und am Nachmittag durchaus sinnvoll sein, um ein Leistungstief zu verhindern.

Übergewichtige sollten sich vor allem süsse Snacks lieber verkneifen. Grund: werden über mehrere Stunden keine Kohlenhydrate zugeführt, produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin. Davon profitiert der Stoffwechsel. Denn Insulin im Blut verhindert, dass unerwünschte Fettdepots für die Energiegewinnung genutzt werden.

Praxis-Tipp: Egal welcher Ess-Typ du bist - wichtigist, dass du die Mahlzeiten jeden Tag zu festgesetzten Uhrzeiten einnimmst - wieein Ritual. Der Körper funktioniert besser, wenn er sich auf die Regelmässigkeit einstellen kann.

 

Mythos Nr. 2

«MAN SOLL TÄGLICH 3 LITER WASSER TRINKEN»

FALSCH! Wer viel trinkt, bleibt schlank und gesund. Die 3 Liter Empfehlung ist jedoch veraltet. Tatsächlich kann jeder seinen Flüssigkeitsbedarf selber berechnen. Dafür muss man sein

Körpergewichtmal 0,03 nehmen. Wiegt ein gesunder Mensch 60kg, entspricht dies einem Bedarf von 1,8L Wasser pro Tag. Viel trinken ist wichtig um unseren Organismus in Schwung zu halten, denn das Wasser dient dem Körper als «Treibstoff» und hilft, die vielfältigen Aufgaben wahrzunehmen. Der Wasseranteil im Blut sorgt dafür, dass Sauerstoff, Nährstoffe und Botenstoffe zügig an ihren Bestimmungsort gelangen.

Praxis-Tipp: Ganz egal wo du dich am Tag aufhalten solltest, stelle dir immer ausreichend Wasser bereit, um gleichmässig über den Tag verteilt Wasser trinken zu können. Pack dir eine Flasche ein oder stelle ein Glas Wasser im Büro auf den Schreibtisch!

Mythos Nr. 3

«Kohlenhydrate machen dick.»

Dieser Mythos hält sich hartnäckig. Vor allem deswegen, weil Diäten bei denen man komplett auf Kohlenhydrate verzichtet, schnell Erfolg bringen. Aber: Auf Dauer ist entscheidend wieviel wir essen und welche Qualität das Essen hat.

Guten Kohlenhydrate (wie z.B. Haferflocken) sind ein reichhaltiges Frühstück, welches mit ein paar Früchten und Joghurt zu einem echten Gaumenschmaus werden kann.

Praxis-Tipp: Tauschen deine Weizenprodukte wie Nudeln, Brot oder auch ganz normalen Reis mit Vollkornprodukten aus. Heutzutage ist fast alles als Vollkorn- oder Dinkelprodukt erhältlich.

Mythos Nr. 4

«Spätes Abendessen macht dick»

Das stimmt nicht. Der Mythos hält sich immer noch hartnäckig, dennoch hat spätes Essen keinen Einfluss auf das Gewicht. Entscheidend ist die Gesamtzahl der Kalorien, die wir den Tag über zu uns nehmen. Was viele nicht wissen: Unser Verdauungssystem ist auch nachts sehr aktiv. Möglicherweise arbeitet es noch intensiver als am Tag, denn der Teil des Nervensystems, der für den Darm zuständig ist (Parasympathikus), wird nicht von jenem abgelenkt, der für Aktivität und Konzentration gebraucht wird (Sympathikus).

Übrigens: In südlichen Ländern, in denen traditionell späte, üppige Mahlzeiten bevorzugt werden, sind die Menschen durchschnittlich nicht dicker als in der nördlichen Hemisphäre. Letztlich zählt also, wieviel insgesamt pro Tag gegessen wird und nicht zu welcher Uhrzeit.

Mythos Nr. 5

«Fett ist ungesund und macht dick.»

FALSCH! Fett ist wichtig für den Körper. Natürlich kommt es darauf an, um welches Fett es sich handelt. Ungesättigte Fette gelten als «gute Fette». Sie sind z.B. in Fisch, Olivenöl, Avocado und in einigen Nüssen enthalten und sind essentiell für den Aufbau von Zellmembranen und Hormonen. Gesättigte Fette bezeichnet man als «schlechte Fette». Man findet sie etwa in Butter, fettreichem Fleisch und Käse. Sie sollten nur in Massen genossen werden.

Praxistipp: Da Fett sehr viel Kalorien enthält, sollte vor allem während einer Diät auf eine möglichst gesunde Kombination von gesättigten und ungesättigten Fetten geachtet werden. Als Leitsatz gilt hier die 80/20-Regel: 80% ungesättigte Fette werden mit 20% gesättigten Fetten zu einem ausgewogenen Tagesbedarf ergänzt.

 

Autorin: Mareike Jänsch